
Biografin oder Biograf
- Kosten
- meist vierstellig
- Aufwand
- lange Interviews, Korrektur lesen
- Ergebnis
- ein gestaltetes Buch







Unser Weg
Frag jeden KI-Dienst, ob er Details ergänzen darf.
Viel Budget, ein Mensch soll fragen
Biografin oder Biograf.
Die Handschrift zählt
Ein Ausfüllbuch.
Du hast Zeit und fragst selbst
Eine Sprachaufnahme.
Sie schreiben gern am Computer
Fragen per E-Mail.
Sie telefonieren gern
Ein KI-Telefondienst.
Sie erzählen lieber, auf Deutsch
Vita Memoir.

Die Tabelle zeigt die sechs Wege nebeneinander. Preise sind typische Spannen und Beispiele von Anbieterseiten, Stand: September 2026.
| Weg | Kosten | Aufwand für die Eltern | Ergebnis | Genauigkeit | Datenschutz |
|---|---|---|---|---|---|
| Biografin oder Biograf | meist vierstellig, oft im oberen Bereich | mehrere lange Interviews, Korrektur lesen | professionell geschriebenes, gestaltetes Buch | ein Mensch schreibt, Korrekturrunde üblich; Deutung durch die Schreibenden möglich | Vertrag mit einer Person; Umgang mit Aufnahmen vorher klären |
| Ausfüllbuch | rund 20 € | jede Antwort selbst schreiben | Antworten auf feste Fragen, in der eigenen Handschrift | nichts wird hinzugefügt; Lücken bleiben Lücken | bleibt zu Hause |
| Sprachaufnahme | kostenlos mit dem Handy | erzählen, jemand muss fragen | viele Stunden Audio, kein Buch | wörtlich, aber ungeordnet | liegt bei der Familie |
| Fragen per E-Mail | etwa 60 bis 200 US-Dollar (Storyworth), ab 99 € (Meminto) | regelmäßig schreiben, teils auch sprechen | Buch aus den Antworten | eigene Texte; KI-Überarbeitung teils wählbar | Daten beim Anbieter; Speicherort und Löschung prüfen |
| KI-Interview-Dienste | ab 99 € (Biografee) | erzählen, am Telefon oder im Browser | ausformulierter Text, je nach Anbieter PDF, Hörbuch oder Buch | abhängig davon, wie der Dienst schreibt und ob ihr vor dem Druck freigebt | Daten beim Anbieter; Speicherort und Löschfristen prüfen |
| Vita Memoir | 89 €, 149 € oder 249 € einmalig | erzählen im Browser, in kurzen Gesprächen | schön geschriebenes Buch in der Ich-Form, digital oder als Hardcover in Leinen | nichts dazuerfunden: jede Aussage aus den Gesprächen, Unsicheres als unsicher behandelt, Korrektur per Sprache | derzeit keine dauerhafte Kopie der Sprachaufnahme, Löschung auf Wunsch, keine Werbenutzung |
Die Angaben zur Biografin stammen von Anbieterseiten, etwa Biografieprojekte, wo für ein fertiges Buch mit Kosten im oberen vierstelligen Bereich gerechnet wird. Ein bekanntes Ausfüllbuch, „Oma, erzähl mal!“ von Elma van Vliet, kostet 18 Euro.
Drei bekannte Anbieter zeigen, wie unterschiedlich die Wege sind: Storyworth und Meminto arbeiten mit wöchentlichen Fragen, Biografee mit KI-Telefongesprächen. Alle Angaben stammen von den Websites der Anbieter und können sich ändern.
Storyworth schickt ein Jahr lang jede Woche eine Frage per E-Mail. Die Antworten schreibt die erzählende Person als Antwort auf die E-Mail oder auf der Website, am Ende entsteht ein Hardcover. Die Pakete kosten laut Preisseite je nach Umfang zwischen etwa 60 und 199 US-Dollar. Höhere Pakete enthalten Telefonaufnahmen und geführte Telefoninterviews mit Nachfragen. Der Dienst ist laut Storyworth-FAQ auf Englisch und Spanisch verfügbar, geschrieben werden kann in jeder Sprache. Gedruckt wird in den USA, der Versand nach Deutschland kostet extra. Mehr dazu auf unserer Seite Storyworth-Alternative.
Meminto ist ein deutschsprachiger Dienst mit dem gleichen Grundprinzip: eine Frage pro Woche oder alle auf einmal, per E-Mail oder App. Antworten lassen sich schreiben oder einsprechen, auf Wunsch glätten KI-Werkzeuge die Texte. Am Ende steht ein Hardcover im Format DIN A5 mit Fotos. Laut Meminto kostet das Lebensbuch ab 99 €, als einmaliger Kauf ohne Abo, mit bis zu zwei Jahren Zeit.
Biografee ist ein deutschsprachiger KI-Telefondienst. Eine KI ruft die Eltern regelmäßig an, führt das Gespräch und fragt nach. Wie oft und wie lange telefoniert wird, entscheidet die erzählende Person. Laut Biografee gibt es drei Pakete als Einmalzahlung: PDF und Hörbuch für 99 €, mit gedrucktem Buch für 149 € und mit Geschenkset für 169 €. Aufnahmen und Texte werden nach Anbieterangaben in Deutschland gespeichert, und gedruckt wird erst nach Freigabe durch die Familie.
Frag bei jedem KI-Dienst, ob er Details ergänzen darf und ob ihr den Text prüfen könnt. Eine KI schreibt flüssig, und flüssige Texte können Lücken mit Ausgedachtem füllen.
Auch die Art der Fragen zählt. In einer Studie erzeugten suggestive Fragen eines KI-Chatbots rund dreimal so viele falsche Erinnerungen wie die Kontrollbedingung (Chan et al. 2024). Ein guter Gesprächsdienst fragt deshalb offen und legt keine Antworten nahe.
Diese Fragen helfen dir beim Prüfen eines Anbieters:
Wie Vita diese Fragen beantwortet, erklärt die Seite So schreibt Vita. Einen allgemeinen Überblick über Chancen und Grenzen gibt der Ratgeber KI-Biografie.
Vita Memoir ist für Familien gemacht, deren Eltern lieber erzählen als schreiben und denen wichtig ist, dass im Buch nichts dazuerfunden wird. Die Gespräche laufen auf Deutsch im Browser, ohne Installation.
Vita stellt leichte, offene Fragen, fragt behutsam nach und knüpft beim nächsten Gespräch an. Die erzählende Person erzählt nur, was sie möchte, macht Pausen und kann jederzeit aufhören. Angehörige legen Fotos als Erinnerungshilfe und eigene Fragen dazu. Aus den Gesprächen schreibt Vita ein schön formuliertes Buch in der Ich-Form. Es ist nicht wörtlich mitgeschrieben, aber jede Aussage stammt aus den Gesprächen. Stimmt etwas nicht, sagt die erzählende Person es einfach, und das Buch passt sich an.
Ehrlich gesagt passt Vita nicht für jeden. Vita ist eine KI und gibt sich nie als Mensch aus. Wer sich ausdrücklich einen Menschen am Küchentisch wünscht, ist bei einer Biografin besser aufgehoben. Und wer gar kein Gerät mit Internet nutzen möchte, kommt mit einem Telefondienst vermutlich leichter zurecht.
Wie Vita mit den Gesprächen umgeht, steht unter Datenschutz und KI.
Wir haben die Angaben im September 2026 auf den Websites der Anbieter nachgelesen und verlinkt. Eigene Tests der anderen Dienste haben wir nicht gemacht, und Bewertungen Dritter haben wir bewusst nicht übernommen.
Die fünf Kriterien bedeuten Folgendes:
Preise und Leistungen ändern sich. Wenn dir eine Angabe veraltet vorkommt, schreib uns über die Kontaktseite, dann prüfen wir sie.
Es gibt keinen Weg, der für alle passt. Wer gern schreibt, ist mit einem Ausfüllbuch oder einem Dienst mit Fragen per E-Mail gut bedient. Wer lieber erzählt, braucht ein Gegenüber: eine Biografin, jemanden aus der Familie mit Aufnahmegerät oder einen KI-Gesprächsdienst wie Vita. Entscheidend sind Budget, Schreiblust und der Wunsch nach einem gedruckten Buch.
Die Spanne ist groß. Ein Ausfüllbuch kostet rund 20 Euro. Bei den Diensten mit wöchentlichen Fragen und den KI-Gesprächsdiensten, die wir angesehen haben, beginnen die Preise bei etwa 60 US-Dollar oder 99 Euro. Eine Biografin kostet in der Regel einen vierstelligen Betrag. Vita Memoir kostet einmalig 89, 149 oder 249 Euro, ohne Abo (Stand: September 2026).
Das hängt vom Dienst ab. Eine KI schreibt flüssig und kann dabei Lücken mit Ausgedachtem füllen, wenn sie nicht klar begrenzt ist. Frag deshalb, ob der Dienst nur Belegtes schreibt und ob ihr den Text vor dem Druck prüfen könnt. Bei Vita stammt jede Aussage im Buch aus den Gesprächen, Unbelegtes kommt nicht hinein.
Storyworth bietet seinen Dienst laut eigenen Angaben auf Englisch und Spanisch an, Geschichten können aber in jeder Sprache geschrieben werden (Stand: September 2026). Deutschsprachige Alternativen gibt es sowohl mit wöchentlichen Fragen, etwa Meminto, als auch mit Gesprächen, etwa Biografee am Telefon oder Vita Memoir im Browser.
Das regelt jeder Anbieter anders. Prüfe in der Datenschutzerklärung, wo Aufnahmen und Texte gespeichert werden, wie lange sie aufbewahrt werden und ob du jederzeit löschen lassen kannst. Vita speichert derzeit keine dauerhafte Kopie der Sprachaufnahme, löscht auf Wunsch und verwendet die Lebensgeschichte nicht für Werbung.

Ein Lebensbuch verschenken.
Als Gutschein mit persönlichem Einladungsbrief. Ein Preis, zwölf Monate Zeit, kein Abo.