So nutzt du die Fragen
Stell eine Frage pro Gespräch und hör dann vor allem zu. Die zwölf Fragen hier sind eine kleine Auswahl aus denen, die Vita stellt. Wähl, was gerade passt. Eine Reihenfolge, die abgearbeitet werden muss, gibt es nicht.
Mit den eigenen Eltern zu sprechen, ist manchmal schwerer als mit Großeltern. Man kennt sich zu gut, alte Rollen sind schnell wieder da, und manche Fragen fühlen sich zu nah an. Diese Hinweise helfen:
- Nebenbei statt gegenüberBeim Spaziergang, beim Kochen oder im Auto erzählt es sich leichter als am Tisch mit Block.
- Sag, warum du fragst„Mir ist aufgefallen, dass ich über deine Jugend kaum etwas weiß“ öffnet mehr Türen als eine Frage aus dem Nichts.
- Mit Leichtem anfangenNamen, Orte, erste Wohnungen. Entscheidungen und Verluste kommen später, wenn Vertrauen da ist.
- Einzeln und gemeinsamMama und Papa erzählen allein oft anders als zu zweit. Plane beides ein.
- Ein Nein gilt„Darüber rede ich nicht“ ist eine Antwort. Wechsle das Thema, ohne beleidigt zu sein.
- Fragen anpassenWenn deine Eltern getrennt sind oder ein Elternteil gestorben ist, formuliere die Fragen zum Paar entsprechend um oder lass sie weg.
Wie du ein solches Gespräch vorbereitest und was du tust, wenn es stockt, steht im Ratgeber Eltern interviewen.

Als du jung warst
Fragen zur Jugend zeigen deine Eltern als Menschen, die du nie kennengelernt hast. Viele Eltern freuen sich, wenn ihre Kinder sich dafür interessieren.
- Womit hast du dein erstes eigenes Geld verdient?
- Wohin ging deine erste größere Reise?
- Welche Pläne hattest du, als du jünger warst?

Ihr beide, bevor es uns gab
Fragen an deine Eltern als Paar erzählen die Geschichte, mit der deine eigene beginnt. Gemeinsam gestellt, bringen sie oft zwei Versionen und viel Gelächter.
- Wie habt ihr euch kennengelernt?
- Wie sahen eure ersten Verabredungen aus?
- Welche Geschichte von eurem Hochzeitstag wird heute noch erzählt?

Unsere Familie, als wir klein waren
Fragen zur eigenen Kindheit aus Sicht der Eltern zeigen, was du als Kind nicht sehen konntest. Oft verändern die Antworten den Blick auf die eigene Geschichte.
- Wie hast du erfahren, dass du Mutter oder Vater wirst?
- Welche Eigenschaft deiner Kinder hast du schon früh erkannt?
- Welche Rituale hattet ihr als Familie am Wochenende?

Was du weitergeben möchtest
Fragen zum Weitergeben laden deine Eltern ein, selbst zu bestimmen, was von ihnen bleiben soll. Stell sie ohne Eile, gern bei einem ruhigen Anlass.
- Welche Lieder oder Sprüche sollen in deiner Familie weiterleben?
- Worauf bist du im Stillen stolz?
- Wenn dein Lebensbuch einen Titel hätte, welcher würde gerade passen?
Wie aus den Antworten etwas Bleibendes wird
Die Antworten deiner Eltern bleiben, wenn du sie festhältst: als Aufnahme, als Notiz oder als Buch. Was davon passt, hängt davon ab, wie viel Zeit du selbst hast.
Eine Aufnahme mit dem Handy ist schnell gemacht, wenn deine Eltern einverstanden sind. Wie das gut klappt und was danach mit den Dateien passiert, erklärt der Ratgeber Lebensgeschichte aufnehmen. Wer daraus ein Buch machen möchte, braucht danach Zeit zum Abschreiben, Ordnen und Schreiben.
Wenn du dir diesen Teil sparen möchtest, kannst du die Gespräche auch verschenken. Mit Vita erzählen deine Eltern im Browser. Vita ist eine KI-Gesprächspartnerin: Sie stellt Fragen wie diese, wählt im Gespräch weitere, die zu ihrem Leben passen, und fragt behutsam nach. Du kannst eigene Fragen und Fotos dazulegen. Was erzählt wird, entscheiden deine Eltern. Daraus entsteht ein schön geschriebenes Buch, in dem nichts dazuerfunden ist. Mehr dazu auf der Seite Lebensbuch als Geschenk für Eltern, zum Beispiel zum Muttertag oder zum Vatertag.
Für die Generation davor gibt es eine eigene Auswahl: die Fragen an Oma und Opa.


